ZyklusStory

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spirituell | Visionärin

Zyklusachtsamkeit:
Mein Weg zu mehr Selbstakzeptanz und Verbundenheit

Wenn die Menstruation zum Tabuthema wird

Wenn die Menstruation zum Tabuthema wird

Ich bin mit einem Bild von Menstruation aufgewachsen, das von Scham geprägt war. In meiner religiös geprägten Familie war Weiblichkeit und Menstruation kaum ein Thema – darüber sprach man einfach nicht. So lernte ich früh: Meine Periode ist etwas Unangenehmes, über das ich möglichst nicht sprechen sollte. Ich schämte mich für meinen Körper und meine Gefühle und dachte lange, dass starke Schmerzen und Stimmungsschwankungen eben dazugehören und ich mich nicht so anstellen sollte. Mit 14 ging ich wegen starker Akne erstmals zum Frauenarzt und bekam die Pille. Später wechselte ich zum Implanon. Dadurch blieb meine Blutung über Jahre aus – und für mich fühlte sich das zunächst wie eine Befreiung an: keine Periode, keine Schmerzen, keine Stimmungstiefs. Ich musste mich nicht mehr mit meinem Zyklus auseinandersetzen.

Rückblickend war genau das aber auch ein Grund, warum ich mich lange überhaupt nicht mit meinem Zyklus und meiner Weiblichkeit beschäftigt habe.

Selbstoptimierung und vernachlässigung

Ich habe 13 Jahre lang meinen natürlichen Zyklus unterdrückt und war fremdgesteuert. Ich habe die Verbindung zu mir und meinem Körper verloren. Ich widmete mich meiner Karriere und meinem Umfeld. Ich bin im Strudel des ständigen Selbstoptiermungswahn geraten. Habe ich eine Aufgabe erledigt, so nahm ich die nächste Herausforderung an. Durchatmen? Gab es bei mir nicht. Meine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, zu spüren und zu erleben? Fehlanzeige. Gemäß nach dem Motto höher, schneller und weiter kümmerte ich mich primär um andere Menschen und deren Bedürfnisse. Den Satz „Mach es allen recht und kümmere dich erst einmal um andere wirkte jahrelang. Wenn ich nicht selber auf mich aufpasse, wer tut es dann?

meine lange Suche nach einer antwort

Meine eigene Geschichte mit meinem Zyklus begann nicht mit einer klaren Diagnose – sondern mit einer langen Odyssee durch Arztpraxen. Jahrelang wusste ich, dass etwas mit meinem Körper nicht stimmt. Die Schmerzen waren teilweise so stark, dass sie meinen Alltag und auch meine Arbeit beeinflusst haben. Gleichzeitig hatte ich lange das Gefühl, mit meinen Beschwerden nicht wirklich verstanden zu werden. Irgendwann stand erstmals der Verdacht auf Endometriose im Raum. Drei Ärztinnen waren davon überzeugt, dass es Endometriose sein könnte. Ich dachte: Endlich gibt es vielleicht eine Erklärung für das, was ich seit Jahren erlebe.

Dann kam die vierte ärztin

Ihre Antwort war sinngemäß: „Nehmen Sie doch die Pille – oder werden Sie schwanger.“ Und damit war ich wieder dort, wo ich vorher war: mit meinen Beschwerden, aber ohne wirkliche Antwort. Erst vor etwa zwei Jahren kam ich schließlich zu einer Ärztin, die sagte: „Wir geben Ihnen jetzt einmal eine Überweisung ins Krankenhaus und lassen das genauer abklären.“
Und genau dort bekam meine jahrelange Suche eine andere Richtung: Es wurde Adenomyose diagnostiziert. Im Rückblick bedeutet das für mich: Ich bin jahrelang mit einer falschen oder zumindest nicht passenden Diagnose herumgelaufen – zwischen dem Verdacht auf Endometriose und dem Gefühl, dass meine Beschwerden vielleicht einfach irgendwie dazugehören. Ich hatte so lange versucht, selbst herauszufinden, was mir guttut, habe ausprobiert, recherchiert, nach Zusammenhängen gesucht und immer wieder an verschiedenen Stellschrauben gedreht.

Heute weiß ich:

Manchmal braucht es nicht noch mehr Selbstoptimierung. Manchmal braucht es zuerst jemanden, der zuhört, Zusammenhänge mit dir sortiert und dir hilft, die nächsten Schritte zu finden. Genau daraus ist auch ein Teil meiner heutigen Arbeit entstanden. Ich möchte Frauen einen Raum geben, in dem ihre Beschwerden ernst genommen werden dürfen – ohne dass sie sich dafür rechtfertigen müssen. Einen Raum, in dem wir gemeinsam schauen können: Was weiß ich bereits über meinen Körper? Was möchte ich besser verstehen? Welche Fragen möchte ich mit in die nächste Arztpraxis nehmen? Und was kann mir darüber hinaus im Alltag guttun?

Denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie zermürbend es sein kann, wenn man spürt, dass etwas nicht stimmt – aber lange keine Antwort bekommt oder sich einfach nicht sicher fühlt bei dem Gegenüber. 

Diese Botschaften hat die Schildkröte im Gepäck
Bewusste Entscheidungen treffen und dabei bei Dir selbst zu bleiben
Anerkennen deines Zyklus
Neues hereinlassen und von altem Ballast lösen
Wir Frauen kämpfen
in unserem Zyklus oft gegen Unveränderliches an, was uns viel Energie kostet.
Täglich strömen unendlich viele Reize auf uns ein, die unsere Aufmerksamkeit gewinnen wollen. Wir verbrauchen viel Zeit und Kraft mit Tätigkeiten, Dingen und Menschen, die zwar unseren Tag ausfüllen, jedoch nicht unser Herz erfüllen. Wir sind mit all dem so beschäftigt, dass wir aus den Augen verlieren, was uns wirklich gut tut und wichtig ist. Wenn sich dann eine Tür öffnet, bei der wir spüren: Das ist die Gelegenheit zu tun, was ich wirklich will, fehlt uns oft die Kraft, der Mut und möglicherweise auch die Zeit, um diese Chance zu ergreifen, kraftvoller zu paddeln. Mit dem Bild der Schildkröte im Kopf entscheide ich bewusster für was oder wen ich meine begrenzte Zeit und Energie investiere. Ich lerne zu unterscheiden in welcher Zyklusphase mein Kraftaufwand notwendig ist und in welche Projekte ich meine Energie stecke. Ich halte öfter inne und spüre bewusst nach, was sich JETZT wirklich gut und wichtig anfühlt.

Für Fakten Liebhaberinnen

2026 - i. A. Ausbildung Frauenheilkunde der neuen Zeit: Das Fundament für ganzheitliches Heilwissen, Die Grüne Schule
2025 - i. A. Somatics Yoga & Psychosomatik Fortbildung, Yoga Studio Fox 
2025 - Traumasensible Yogaausbildung, Yoga Studio Fox
2025- Weiterbildungen zu endokrinen Disruptoren, Homöopathie, Anlaufstellen bei Endometriose/Adenomyose  Feministischer Verein zur Förderung von Frauen*gesundheit und ganzheitlicher Heilkunde. Lachesis e.V.
2025 - Weiterbildung Endometriose-Beratung, paracelsus, Heilpraktikerschulen
2024 - Heilpraktikerin für Psychotherapie, Die Grüne Schule
Seit 2019 - Selbststudium und Weiterbildungen zu hormonellen Dysbalancen, transgenerationales Trauma, antientzündliche Ernährung 
Aromatherapie, Basiskurs, PrimaVera
Zertifizierter (Business-) Trainer, Moderator, Prozessbegleiter, COATRAIN® GmbH, Hamburg
Zertifizierte Coachin nach den Standards des dvct, COATRAIN® GmbH, Hamburg
Ausbilderin gem. AEVO Handelskammer, Hamburg
Master Advanced Management mit Schwerpunkt Wirtschaftspsychologie
Bachelor in Tourismuswirtschaft
Gründung und Aufbau eines Start-Ups in der Logistik
Betreuung, Konzeption & Durchführung von verschiedenen Events, Marketingkampagnen, Kultur- und Kunstprojekten sowie Leitung und Service der Gastronomie und Hotellerie
Abitur, Schwerpunkt Pädagogik/Psychologie

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