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Sri Lanka Reise: Zyklus, Ernährung & Reisen mit feinen Antennen

26.09.2026

Sri Lanka – zwischen Herzlichkeit, Gewürzen, Verkehrschaos und meinem Zyklus

Es gibt diese unglaubliche Natur: sattgrüne Reisfelder, Dschungel, Palmen, Meer, Gewürze und tropische Früchte. Es gibt eine große Herzlichkeit, Menschen, die dich zum Essen einladen, dir etwas anbieten und dich mit einem Lächeln begrüßen. Und gleichzeitig gibt es Lärm, Chaos, Armut, soziale Gegensätze, starken Tourismus und eine Art von Dynamik, die mein sensibles System immer wieder gefordert hat. Ich habe Sri Lanka deshalb als ein Land erlebt, das gleichzeitig wunderschön und herausfordernd sein kann.

Nicht alles, was ich hier beschreibe, ist eine objektive Bewertung des Landes. Es sind meine persönlichen Beobachtungen und Erfahrungen – und genau darum soll es in diesem Beitrag gehen: Wie kann der Umgang mit sehr feinen Antennen und dem eigenen Zyklus auf Reisen funktionieren? 😊

Sri Lanka ist ohne Frage ein unglaublich gastfreundliches Land und voller Kontraste. Vor allem auf unseren Fahrten mit dem Auto ins Landesinnere ist mir das immer wieder begegnet: Menschen mit offenen Herzen, einem ehrlichen Lächeln auf den Lippen und einer tief verwurzelten Selbstverständlichkeit darin, Gäste willkommen zu heißen. Essen wird geteilt, gekocht, angeboten – Gastfreundschaft ist hier keine Idee, sondern gelebter Alltag.

Verkehrssystem – wenn die Welt plötzlich zu laut wird

Sri Lanka hat für mich kein Verkehrssystem im klassischen europäischen Sinne. Es ist eher ein lebendiges Zusammenspiel aus Tuktuks, Motorrädern, Autos, Schulbussen und riesigen Überlandbussen. Theoretisch gelten für das Fahren eines Rollers bestimmte Führerschein- und Genehmigungsanforderungen. In der Praxis wird vieles deutlich lockerer gehandhabt. Genau diese Mischung aus Regeln und gelebter Realität war für mich gewöhnungsbedürftig. Es gibt nicht dieselbe Selbstverständlichkeit wie in Europa, dass an einem Zebrastreifen für Fußgänger angehalten wird. Eine Freundin, die schon eine Weile dort im Urlaub war, meinte zu mir: „Pass besonders auf die blauen Busse auf – die halten nur an, wenn jemand zusteigen möchte.“

Auch die Arbeitsbedingungen der Fahrer spielen eine Rolle. Je nach Beschäftigungsmodell kann das Einkommen davon abhängen, wie viele Fahrgäste bzw. Fahrten zustande kommen. Das kann einen zusätzlichen Anreiz schaffen, möglichst viele Menschen zu befördern. Als Europäer sollte man außerdem beim Preis aufmerksam sein. Teilweise werden Touristen höhere Preise genannt als Einheimischen. Wenn man nachfragt oder nicht bereit ist, den geforderten Preis zu zahlen, kann der Umgangston durchaus sehr unfreundlich werden. Was mich allerdings viel mehr beschäftigt hat, war die Art, wie gefahren wird. Große Busse sind teilweise unglaublich schnell unterwegs. Es wird überholt, gehupt, eingeschert und wieder überholt. Motorräder schlängeln sich durch kleinste Lücken. Drei Tuktuks nebeneinander auf einer Straße? Nicht ungewöhnlich.

Für mein sensibles System war das am Anfang pure Reizüberflutung. Wir kamen in Colombo an und ich habe sofort eine tiefe innere Unruhe gespürt. Alles war laut, schnell und schwer vorhersehbar. Unsere ersten Fahrten haben wir mit PickMe, einer sri-lankischen App ähnlich wie Uber, gemacht. Man kann darüber Tuktuks oder Autos bestellen und bekommt zumindest eine grobe Preisorientierung. Schon die Fahrt vom Flughafen war für mich ein Erlebnis: ein winziges Auto, eine mit Kabelbindern befestigte Radkappe, ein fehlender Kotflügel und eine ziemlich intensive Fahrt.

Dankbar, dass wir angekommen waren. Dankbar, dass uns jemand gefahren hat. Und gleichzeitig hat mein Körper sehr deutlich gesagt: Das ist gerade viel.

Was mir tatsächlich geholfen hat

Interessanterweise waren es nicht Atemübungen oder irgendwelche klassischen „Nervensystem-Tools“, die mir in diesem Moment geholfen haben.

Meine Regulation sah ganz anders aus:

Ein schönes Hotel.
Ruhe.
Ein Pool.
Meerblick.
Gutes Essen.
Schlaf.
Ein gutes Buch.

Dadurch konnte ich langsam wieder herunterfahren.

Für mich war das eine wichtige Erkenntnis: Regulation kann sehr individuell aussehen. Manchmal braucht der Körper keine weitere Übung – sondern schlicht einen Ort, an dem er sich sicher und wohl fühlt.

Bildungssystem und Kolonialerbe – ein Blick auf die Geschichte

Um Sri Lanka heute zu verstehen, lohnt sich ein kurzer Blick in die Geschichte. Sri Lanka – damals Ceylon – stand bis 1948 unter britischer Kolonialherrschaft. Die koloniale Zeit prägte unter anderem Verwaltung, Infrastruktur und Bildung. Auch nach der Unabhängigkeit blieben verschiedene Strukturen bestehen und entwickelten sich weiter. Was mir während meiner Reise aufgefallen ist: Das Bildungssystem ist stark schulisch und prüfungsorientiert geprägt. Neben dem klassischen Bildungsweg gibt es zwar berufliche und technische Ausbildung, sie funktioniert jedoch anders als das deutsche duale Ausbildungssystem. Gerade bei praktischen Berufen fiel mir deshalb auf, dass vieles über eine Mischung aus Ausbildung und „Learning by Doing“ funktioniert. Das betrifft beispielsweise Bereiche wie Hotellerie, Gastronomie, Service oder handwerkliche Tätigkeiten.

Menschen arbeiten hier unglaublich hart und häufig unter Bedingungen, die wir als Reisende nur begrenzt sehen. Für mich wurde dadurch deutlich, welchen Unterschied Ausbildung, Standards und berufliche Strukturen im Alltag machen können. Eine Begegnung während unserer Reise ist mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben. Als wir in einem Restaurant essen waren, kamen wir mit einem Einheimischen ins Gespräch, der seinen gerade einmal zweijährigen Sohn dabei hatte. Er erzählte uns, dass er sich einen Kindergarten für seinen Sohn momentan nicht leisten kann. Deshalb bleibt der Kleine erst einmal zu Hause. Auch bei der Frage, ob und wie sein Sohn später die Grundschule besuchen kann, müsse die Familie schauen, wie sie das finanziell stemmen kann. Was mich daran besonders beschäftigt hat: Der Mann hatte selbst ein Restaurant bzw. ein eigenes Geschäft. Und trotzdem waren die Kosten für die Betreuung und Bildung seines Kindes für ihn eine große finanzielle Herausforderung.

Diese Begegnung hat mir noch einmal gezeigt, dass ein eigenes kleines Business oder ein regelmäßiges Einkommen nicht automatisch bedeutet, dass sich eine Familie alle Bildungs- und Betreuungskosten problemlos leisten kann. Gerade solche persönlichen Gespräche haben mir einen ganz anderen Einblick in den Alltag der Menschen vor Ort gegeben – jenseits dessen, was man als Tourist in den Hotels und an den Stränden normalerweise mitbekommt.

Tourismus und westlicher Einfluss

Sri Lanka lebt zu einem großen Teil vom Tourismus. An vielen touristischen Orten begegnen einem Menschen aus Europa, Australien und anderen Ländern, die Cafés, Hotels, Hostels, Retreats oder Resorts aufgebaut haben. Manche dieser Orte sind wunderschön und mit unglaublich viel Liebe gestaltet. Gleichzeitig hatte ich manchmal das Gefühl, dass westliche Vorstellungen von Ästhetik und Lifestyle sehr stark mit der lokalen Kultur verschmelzen – und diese dabei teilweise überlagern.

Besonders spannend fand ich die Unterschiede bei den Preisen. In einem modernen, westlich ausgerichteten Café kann ein Essen ein Vielfaches dessen kosten, was du in einem kleinen lokalen Restaurant bezahlst.

Und häufig hat mir das lokale Essen einfach besser geschmeckt. Meistens haben wir für ein Local Essen 3-4€ gezahlt. Das westliche Food hat hingegen immer zwischen 10 und 20€ pro Person pro Mahlzeit gekostet.

Intensiver. Würziger. Einfacher. Und für mich viel stärker mit dem Land verbunden.

Yoga, Retreats und die Frage nach Land und Besitz

Eine Begegnung hat mich in diesem Zusammenhang besonders beschäftigt.

Bei einer sportlichen Begegnung wurde für mich die Frage nach Land, Besitz und den Menschen, die ursprünglich dort gelebt haben, sehr präsent. Was passiert, wenn ausländische Menschen Land kaufen oder große touristische Projekte entstehen?

Wer profitiert davon?

Wer muss sich möglicherweise anpassen?

Und wie verändert sich ein Ort, wenn die Nachfrage von außen die Preise und Strukturen verändert?

Ich habe darauf keine einfache Antwort gefunden.

Tourismus bringt Geld, Arbeitsplätze und Infrastruktur. Gleichzeitig können dadurch Abhängigkeiten und soziale Unterschiede verstärkt werden. Gerade diese Ambivalenz fand ich interessant und hat mich zu dieser Zeit sehr beschäftig. Was mir besonders aufgefallen ist: Deutsch hört man hier erstaunlich oft. Yoga-Studios, Kakaozeremonien und spirituelle Events gibt es gefühlt an jeder Ecke. Wer diese Bubble liebt, wird sich hier wahrscheinlich sehr wohlfühlen. Für mich persönlich hat sie mich schon in Hamburg nicht mehr wirklich berührt – und hier auf Sri Lanka noch weniger. Die Angebote sind häufig gut gemeint, aber für viele Einheimische kaum leistbar. Zwar gibt es oft Rabatte für Locals, was ich grundsätzlich wertschätzend finde. Dennoch bleibt für mich ein ambivalentes Gefühl, wenn westliche Konzepte in touristischen Gegenden so stark präsent sind.

Sri Lanka zwischen Krise und Aufbruch

Sri Lanka hat in den Jahren 2022 und 2023 eine schwere Wirtschafts- und Schuldenkrise erlebt. Auch 2024 und 2025 waren die sozialen Folgen noch deutlich spürbar, obwohl sich die wirtschaftliche Situation inzwischen stabilisiert und die Wirtschaft wieder gewachsen ist. Für mich war genau dieser Kontrast während der Reise interessant: Auf der einen Seite spürt man Aufbruch und Hoffnung. Auf der anderen Seite leben viele Menschen noch immer mit den Folgen der vergangenen Jahre.

In Gesprächen mit Locals und auch mit Europäern, die jahrelang hier gelebt haben, wurde aber auch klar: Einige haben inzwischen alles verkauft und sind zurück nach Europa gegangen, weil sie den Vibe, die Energie, nicht mehr fühlen. Und auch das darf sein.

Eine Begegnung am Bahnhof

Gleichzeitig gab es auch Geschichten, die mein Bild von Sri Lanka wieder verändert haben. Am Bahnhof haben wir einen Mann kennengelernt, der dort arbeitet. Er erzählte uns irgendwann im Gespräch, dass ein guter Freund von ihm die Universität seines Sohnes finanziert. Dieser Freund kommt aus Wernigerode. Der Mann arbeitet 6 Tage die Woche bis zu 10 Stunden und hat keine Möglichkeit nach Europa oder woanders hinzureisen. Seine Dankbarkeit gegenüber seinem deutschen Freund war sehr spürbar. Eine kleine Geschichte – und trotzdem blieb sie mir im Kopf. Denn sie hat mir gezeigt, dass die Realität viel komplexer ist als „reich und arm“, „Locals und Ausländer“ oder „Westen und Sri Lanka“. Es gibt Verbindungen, Freundschaften, Unterstützung und Solidarität über Ländergrenzen hinweg. Und genau das bewegt mich immer wieder auf Reisen.

Rice & Curry – nährende Vielfalt aus der sri-lankischen Küche

Eine meiner schönsten Erfahrungen war das Essen. Natürlich, erdend und unterstützend. Rice & Curry ist eines der klassischen Gerichte Sri Lankas – und dabei unglaublich vielfältig.

Du bekommst meist eine große Portion Reis, dazu Papadam und mehrere kleine Schälchen mit unterschiedlichen Currys. „Curry“ bedeutet hier nicht einfach eine Soße, sondern kann eine Zusammenstellung verschiedener gekochter Gemüse- und Beilagenvariationen sein.

Typisch sind beispielsweise:

  • Weißkohl
  • grüne Bohnen
  • Ladyfinger (Okra)
  • Aubergine
  • Linsen
  • dazu oft Bananenchips sowie karamellisierte oder getrocknete Zwiebeln

Diese Kombination ist nicht nur geschmacklich ein Highlight, sondern bringt auch eine große Vielfalt an Ballaststoffen, komplexen Kohlenhydraten, pflanzlichem Protein, Mineralstoffen und Gewürzen mit. Gerade auf Reisen habe ich gemerkt, wie wichtig es für mich ist, meinen Körper gut zu versorgen. Die Hitze, die hohe Luftfeuchtigkeit und die vielen Reize – Verkehr, Geräusche, Gerüche und neue Eindrücke – können schnell überfordernd wirken. Umso wichtiger ist es für mich, bewusst und regelmäßig zu essen und dabei auch meinen Zyklus mitzudenken. Nährstoffreiches Essen kann dabei ein wichtiger Teil meiner Selbstfürsorge sein. Wenn es euch irgendwann mal nach Sri Lanka verschlägt, dann ab mit euch zu Manori´s kitchen in Ahangama. Das ist mein absolutes local Lieblingsrestaurant! 🙂

Gewürze als Teil der sri-lankischen Küche

Zimt und Bockshornklee gehören zu den Gewürzen, die mir geschmacklich besonders aufgefallen sind. Die sri-lankische Küche arbeitet außerdem mit vielen weiteren Gewürzen und Kräutern, die nicht nur für Geschmack sorgen, sondern traditionell auch mit verschiedenen gesundheitlichen Wirkungen verbunden werden. Wie z.B. schwarzes Pfeffer, Kardamom, Nelke und vor allem Currypulver! Für mich war vor allem die Kombination spannend: warmes Essen, Gewürze, Hülsenfrüchte, Gemüse und Reis.

Mehr über Gewürze aus Sri Lanka
Wenn du noch tiefer eintauchen möchtest, findest du hier spannende Informationen über die Herstellung und Verarbeitung verschiedener Gewürze – unter anderem auch darüber, wie Zimt gewonnen und verarbeitet wird. Hier entlang: Gewürzreise

Zyklusfood während meiner Reise auf Sri Lanka

Meine Reise hat mir auch wieder gezeigt, dass Zykluswissen nicht bedeutet, für jede Zyklusphase eine perfekte Ernährung befolgen zu müssen. Viel wichtiger finde ich die Frage:

Was braucht mein Körper gerade?

Gerade auf Reisen, wenn Hitze, Luftfeuchtigkeit, neue Menschen, andere Umgebungen und viele Eindrücke auf meinen Körper einwirken, merke ich, wie wichtig eine gute Versorgung für mich ist. Manchmal braucht es mehr Flüssigkeit, manchmal eine richtige Mahlzeit statt nur einen Snack, manchmal eine Kombination aus Kohlenhydraten, Protein, Fett und Ballaststoffen – und während der Menstruation vielleicht einfach mehr Ruhe und Wärme.

Dabei liebe ich es, auf Reisen neue Lebensmittel zu entdecken. Tropische Früchte und Gemüsesorten, die ich zu Hause vielleicht gar nicht kenne, faszinieren mich mit ihren Farben, Formen, Gerüchen und Geschmäckern. Für mich ist Ernährung nicht nur „Versorgung“, sondern auch Inspiration, Genuss und eine Möglichkeit, einen Ort wirklich kennenzulernen. Und genau das möchte ich auch mitgeben: Wir müssen uns auf Reisen nicht perfekt ernähren. Wir dürfen ausprobieren, neugierig sein und beobachten: Was tut mir gerade gut? Was gibt mir Energie? Was fühlt sich leicht und bekömmlich an? Denn gerade wenn das eigene System durch eine neue Umgebung ohnehin viele Eindrücke verarbeitet, kann gutes Essen ein Stück Ankommen sein. Eine Möglichkeit, den eigenen Körper zu unterstützen und sich auch in der Ferne ein bisschen zu Hause zu fühlen.

Passionsfrucht

Die Passionsfrucht ist hier intensiv im Geschmack und bringt unter anderem Vitamin C, Vitamin A, Kalium, Magnesium und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe mit.

Für mich ist sie vor allem ein wunderbares Beispiel dafür, wie nährstoffreiche Lebensmittel ganz selbstverständlich Teil des Reisealltags werden können. Gerade in der zweiten Zyklushälfte darf dabei die gesamte Ernährung im Blick bleiben – ohne einzelne Lebensmittel zu „Zyklus-Superfoods“ machen zu müssen.

Wassermelone

Wassermelone ist bei tropischen Temperaturen wunderbar erfrischend und besteht zu einem großen Teil aus Wasser.

Bei der Wassermelone bin ich allerdings ein bisschen zwiegespalten: Eiskalt aus dem Kühlschrank schmeckt sie bei tropischen Temperaturen natürlich fantastisch. Gleichzeitig achte ich gerade bei Zyklusbeschwerden darauf, Lebensmittel nicht zu kalt zu essen. Deshalb darf die Melone für mich gerne etwas temperierter sein. Für mich geht es auch hier weniger um Verbote, sondern um die Frage: Was tut meinem Körper gerade gut?

Papaya

Papaya gehört für mich zu den spannendsten Früchten, die ich auf Sri Lanka entdeckt habe. Sie enthält unter anderem Vitamin C, Vitamin A, Folsäure und das Enzym Papain. Auch die schwarzen Kerne kann man grundsätzlich mitessen. Sie schmecken leicht pfeffrig und werden in verschiedenen traditionellen Anwendungen genutzt. Für Aussagen wie „Darmreinigung“, hormonelle Wirkung oder eine besondere Unterstützung der Leber gibt es allerdings keine ausreichenden Belege, weshalb ich sie eher als spannende kulinarische Ergänzung sehe. Gerade bei der Ernährung rund um den Zyklus finde ich es sinnvoller, nicht einzelne Lebensmittel mit großen Versprechen zu versehen, sondern auf die gesamte Ernährung und die eigene Verträglichkeit zu schauen.

Jackfruit

Die Jackfruit wächst hier direkt am Stamm großer tropischer Bäume und ist eine der größten Baumfrüchte der Welt. In Sri Lanka ist sie ein traditionelles Lebensmittel und wird sowohl unreif – herzhaft und mit einer fleischähnlichen Konsistenz – als auch reif, süß und fruchtig gegessen. Sie enthält unter anderem Vitamin C, Vitamin B6, Kalium, Magnesium und Ballaststoffe. Unreife Jackfruit wird häufig in Currys verwendet und kann eine spannende pflanzliche Alternative zu Fleisch sein. Durch die Ballaststoffe kann sie außerdem gut sättigen. Für mich ist sie vor allem ein schönes Beispiel dafür, wie abwechslungsreich pflanzliche Ernährung auf Reisen sein kann.

Maniok-Wurzel-Chips

Eine tolle Alternative zu klassischen Snacks. Maniok ist von Natur aus glutenfrei und liefert vor allem Kohlenhydrate. Bei verarbeiteten Maniok-Chips lohnt sich allerdings ein Blick auf die Zutatenliste und die Zubereitungsart – denn je nach Produkt können zusätzlich viel Öl oder Salz enthalten sein. Für mich gilt auch hier: nicht „perfekt“ snacken, sondern schauen, was gerade passt und was mich tatsächlich satt und zufrieden macht.

Frische, Hydration & tropische Fülle

Grundsätzlich habe ich die Obst- und Gemüsevielfalt hier sehr geliebt. Besonders begeistert haben mich die Sternfrüchte. Außerdem gibt es überall Limetten – perfekt für Limettenwasser, wenn man nicht ständig stilles Wasser trinken möchte. Auch frische Kokosnüsse waren bei der hohen Luftfeuchtigkeit ein echtes Highlight. Kokoswasser enthält unter anderem Kalium und kann zur Flüssigkeitszufuhr beitragen. Gerade bei Hitze finde ich es schön, verschiedene Möglichkeiten zu haben, ausreichend zu trinken. Für mich ist Sri Lanka ein Land voller Kontraste: unglaublich herzlich, kulinarisch nährend, reich an Gewürzen und Natur – und gleichzeitig herausfordernd für meine feinen Antennen.

Ein Land, das dich fühlen lässt und etwas mit dir macht. Vielleicht liegt genau darin seine besondere Kraft.

Was Sri Lanka mir gezeigt hat 🌞

Sri Lanka war für mich keine Reise, bei der ich irgendwann dachte:

„Hier möchte ich unbedingt bleiben.“

Und trotzdem hat das Land viel in mir bewegt. Ich habe gemerkt, wie empfindlich ich auf Chaos, Lärm und unvorhersehbare Situationen reagieren kann. Ich habe gemerkt, wie stark mich soziale Ungleichheit berührt. Ich habe meine eigenen Themen rund um Geld, Mitgefühl und Verantwortung gespürt. Ich habe mich mit der Frage auseinandergesetzt, wie viel westlicher Einfluss einem Ort guttut – und wann aus Inspiration vielleicht Überformung wird.

Und ich habe gleichzeitig unglaublich viel Herzlichkeit erlebt.

Natur.
Gewürze.
Frische Lebensmittel.
Gastfreundschaft.
Lachen.
Begegnungen.

Vielleicht ist genau das Sri Lanka für mich:

Ein Land voller Gegensätze.

Ein Ort, der mich nicht unbedingt beruhigt hat, aber mich sehr viel fühlen ließ. Und vielleicht muss eine Reise auch nicht immer dazu führen, dass man irgendwo bleiben möchte. Manchmal zeigt sie einem einfach deutlicher, was man selbst braucht.

Ruhe.
Natur.
Vertrautheit.
Erdung.
Und gleichzeitig die Freiheit, Neues zu entdecken.

Für mich gehört genau das inzwischen zu einer ganzheitlichen Reise dazu: nicht nur zu fragen, Wo war es schön?, sondern auch:

Wo konnte mein Körper aufatmen? Wo wurde es zu viel? Was hat mich genährt – körperlich und emotional? Und was möchte ich von dieser Reise mit nach Hause nehmen?

Und jetzt bist du dran 💛

Zum Schluss möchte ich euch noch mitgeben: Ich liebe den Austausch und finde, dass gerade solche Erfahrungen auch von unterschiedlichen Perspektiven, Geschichten und Begegnungen leben.

Wenn du selbst Erfahrungen mit Reisen, feinen Antennen, Zyklus und Ernährung gemacht hast, freue ich mich sehr, wenn du sie mit mir teilst.

Schreib mir gerne einen Kommentar, stell mir eine Frage oder erzähl mir von deinen eigenen Erfahrungen. 💛

Und wenn du lieber persönlich schreiben möchtest, findest du hier meine E-Mail-Adresse:

kontakt@bewusst-in-bewegung.de

Ich freue mich auf den Austausch mit euch!

@Fotos: Daniel Zühlke

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